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Energieeffizienzpaket des Bundes in Österreich beschlossen

Enorme Herausforderungen für Unternehmen und Energieversorger

Sachstand: Juli 2014


Aktuell sehen die Überlegungen für Betriebe und Energielieferanten zusammengefasst so aus:

Energielieferanten haben jährlich Energieeffizienzmaßnahmen in Höhe von 0,6 % ihres Energieabsatzes nachzuweisen. Demnach müssen durch Beiträge der Energielieferanten 159 PJ Energie eingespart werden. Im Detail ist vorgesehen, dass

  • als Energielieferanten sämtliche Unternehmen gelten, welche einen Energieträger an Endenergie-Verbraucher liefern. D. h. neben den klassischen EVU somit auch beispielsweise Fernwärmelieferanten, Pelletslieferanten usw.,
  • Unternehmen, die weniger als 25 GWh an Energie absetzen, von der Regelung ausgenommen werden,
  • große EVUs zudem eine Anlaufstelle für Energieeffizienz und Energiearmut einrichten müssen, bei der sich die Kunden beraten lassen können,
  • alternativ auch Ausgleichszahlungen oder anrechenbare Ausschreibungen geleistet werden können.

Um einen großen Beitrag zum Erreichen der jährlich nachzuweisenden Effizienzmaßnahmen zu leisten, bietet die FfE GmbH Energieversorgern Unterstützung bei der Initiierung und Betreuung von Lernende Energieeffizienz-Netzwerken (LEEN) an, in welchen sich ihre Kunden bei der Umsetzung von Effizienzmaßnahmen gegenseitig unterstützen.

Außerdem bietet die FfE GmbH Energieversorgern weitreichende Unterstützung beim Aufbau und der Strukturierung von Anlaufstellen für Energiefragen an. Zudem erstellen wir für alle Bereiche der Energietechnik umfangreiche Leitfäden und Informationsmaterial.

Große Unternehmen (>250 MA nach europäischer KMU Definition) sollen verpflichtet werden,

  • mindestens alle 4 Jahre ein Energieaudit durchzuführen oder
  • ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einzuführen (und zu zertifizieren) oder
  • ein Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 (bzw. gleichwertiges) einzuführen.

Die Einführung des Managementsystems oder die Durchführung des Energieaudits sowie die umgesetzten Maßnahmen sind jährlich an die nationalen Energieeffizienz-Monitoringstelle zu melden (die Aufgabe kann an einen Dritten übertragen werden und muss bis zum 28. Februar des Folgejahres erfolgen). Bereits durchgeführte Energieaudits gelten 4 Jahre ab Durchführung. Ein bereits nach ISO 50001 zertifiziertes Unternehmen braucht keinen Nachweis mehr für ein Energieaudit zu bringen. Jedes Energieaudit kann zudem lediglich von zugelassenen Energiedienstleistern durchgeführt werden, welche sich im Register der nationalen Energieeffizienz-Monitoringstelle haben eintragen lassen.

Kleine und mittlere Unternehmen (< 250 MA nach europäischer KMU Definition) sollen nach Möglichkeit

  • zumindest alle 4 Jahre eine Energieberatung durchzuführen lassen und
  • Energieeffizienzmaßnahmen sowie Inhalte und gewonnene Kenntnisse der Monitoringstelle melden lassen.

Um die kommenden gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen, bietet die FfE GmbH Unternehmen aller Größenordnungen sowohl die Unterstützung bei der Einführung der ISO50001 als auch umfangreiche individuelle Initialberatungen an.

Der Bund selbst verpflichtet sich zudem u.a.

  • bei seinen eigenen Liegenschaften eine Sanierungsquote von mind. 3 % umzusetzen,
  • Motivationsprogramme zu entwickeln, welche Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen ermutigen, Energieberatungen bzw. -audits durchzuführen,
  • dass jede separate Bundesdienststelle mindestens eine eigene Energieexperten zugeteilt bekommt,
  • gemeinsam mit den jeweiligen Ländern Energieberatungsprogramme für kleine Unternehmen zu entwickeln.

 

Quelle:


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing- Michael KolbDipl.-Ing. (FH) Anna Gruber, Dr.-Ing. Serafin von Roon