Messsystemverordnung für Smart Meter

EU-Kommission genehmigt am 7. Oktober 2013  Entwurf zur Messsystemverordnung für Smart Meter

Die Messsystemverordnung ermöglicht den Einsatz intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter und ebnet damit den Weg für die Entwicklung eines intelligenten Energieversorgungssystems. Intelligente Messsysteme schaffen eine geschützte Kommunikationsebene zwischen Stromverbraucher und – erzeuger, machen Energieverbräuche leichter zugänglich und steigern damit die Energieeffizienz.

Um den sicherheitstechnischen Anforderungen, die aufgrund des Datenaustausches notwendig sind, gerecht zu werden, wurde von der EU ein Konzept zum Smart Metering notifiziert. Dieses beinhaltet technische und funktionale Mindestanforderungen an intelligente Messsysteme, wie die zuverlässige Erhebung, Protokollierung, Speicherung und Löschung von Messdaten aus Messeinrichtungen. Konkret bedeutet das: Smart Meter sollten in der Lage sein, die direkte Bereitstellung und Aktualisierung von Messwerten beim Endverbraucher sowie eine regelmäßige Fernablesung des Zählers zu gewährleisten. Zudem sollten intelligente Messsysteme die Fernregelung der Stromversorgung und eine Strombegrenzung ermöglichen.

Ergänzend zu dieser Messsystemverordnung dürfen laut EnWG ausschließlich Smart Meter eingesetzt werden, die nach Anforderung des BSI Schutzprofils und Technischer Richtlinien zertifiziert wurden und eichrechtliche Vorschriften einhalten.  Das Schutzprofil enthält dabei Vorgaben zu Datenschutz und Datensicherheit sowie zur Kompatibilitätsfähigkeit der Systeme. In den Technischen Richtlinien werden die Anforderungen des Schutzprofils weiter konkretisiert und in fünf Kernbereiche unterteilt.

Als Teil eines Verordnungspakets für intelligente Netze soll dieser Entwurf zur Messsystemverordnung möglichst schnell umgesetzt werden. Weitere Bestandteile dieses Pakets sind Datenkommunikation, Datenschutzfragen, Motivation zur Verbrauchflexibilisierung sowie Organisation und Finanzierung von Smart Metern.


Quelle:

BMWi, Ernst&Young 2013: Abschlussbericht zur Kosten-Nutzen-Analyse für einen flächendeckenden Einbau von intelligenten Messsystemen und Zählern


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