Novellierung des EEG bringt Belastung für den Eigenverbrauch

München, den 24. Januar 2014

Das Bundeskabinett hat am 22. Januar 2014 den von Bundesminister Gabriel vorgelegten Eckpunkten zur Novellierung des EEG zugestimmt.

In dem Eckpunktpapier zur EEG-Novelle heißt es, dass zukünftig "im Grundsatz die gesamte Eigenstromerzeugung an der EEG-Umlage beteiligt wird". Bisher ist der Verbrauch von eigenerzeugten Strom von der EEG-Umlage, die im Jahr 2014 bei 6,24 Cent/kWh liegt, befreit. Mit der EEG-Novelle würde diese Eigenstromprivilegierung wegfallen.

Alle neuen Eigenstromerzeuger sollen demnach mit einer Mindestumlage an der Grundfinanzierung des EEG beteiligt werden. Die Wirtschaftlichkeit von KWK-Anlagen solle jedoch gewahrt werden und kleine Anlagen werden mit einer Bagatellgrenze geschützt.

Die konkrete Ausgestaltung der EEG-Novelle in der Anlage zum Eckpunktpapier kann jedoch erhebliche Auswirkung auf die Amortisationszeiten von PV- und KWK-Anlagen mit dem Zweck des Eigenverbrauchs haben.


In der Anlage des Eckpunktepapiers heißt es:

  • Neue KWK-Anlagen und Erneuerbare-Energien-Anlagen sollen für den selbst erzeugten und selbst genutzten Strom 70% der EEG-Umlage zahlen – das sind für das Jahr 2014 dann 4,37 Cent/kWh. Bei einer zukünftig steigenden EEG-Umlage wird dieser Betrag entsprechend ansteigen.
  • Bestehende KWK-Anlagen und EE-Anlagen sollen für den selbst erzeugten und selbst genutzten Strom ab Inkrafttreten des neuen EEG (voraussichtlich August 2014) die Differenz aus der aktuellen EEG-Umlage und der EEG-Umlage des Jahres 2013 (5,28 Ct/kWh) entrichten. Im Jahr 2014 müssen demnach 0,96 Cent/kWh gezahlt werden. Bei einer zukünftig steigenden EEG-Umlage wird dieser Betrag entsprechend ansteigen.
  • Die Bagatellgrenze (EEG-Umlagebefreiung) gilt für Neu- und Alt-Anlagen lediglich bis 10 kW elektrischer Leistung und dann auch nur für die ersten 10.000 kWh.


Die FfE hat hierzu weiterführende Berechnungen durchgeführt: