Novellierung des KWK-Gesetzes (Okt. 2015)

Sachstand: Oktober 2015


Das KWK-Gesetz (KWKG) soll dieses Jahr geändert werden. Nun hat die Bundesregierung einen "Entwurf eines Gesetzes zur Neuregelung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes" herausgegeben.

Die FfE hat hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

1. Umstellung des derzeitigen KWK-Ausbauziels

Das bisherige Ziel einen KWK-Anteil an der Nettostromerzeugung von 25 % bis zum Jahr 2020 zu erreichen, soll geändert werden. Die neue Bezugsgröße soll die Nettostromerzeugung aus thermischen Kraftwerken sein. Durch diese Änderung würde lediglich ein KWK-Anteil von insgesamt 18 % an der Nettostromerzeugung angestrebt. Um dieses Ziel zu erreichen müsste die KWK Stromerzeugung von derzeit ca. 96 TWh auf auf etwa 115 TWh gesteigert werden.

2. Förderung von neuen Projekten (öffentliche Versorgung)

Die Einspeisevergütung für KWK-Strom aus neuen KWK-Anlagen der öffentlichen Versorgung (z.B. Stadtwerke) soll erhöht werden.

tab1 oeffentl-versorgung


3. Förderung von neuen Projekten (Objekt/Industrie)

Für Strom aus neuen KWK-Anlagen der Industrie und Objektversorgung, die bis 31.12.2020 in Betrieb genommen werden, ergeben sich neue Einspeisevergütungen. 

tab2 neue-projekte


4. Förderung von Bestandsanlagen

Zum Erhalt von hocheffizienten Bestandsanlagen sollen zukünftig auch Bestandsanlagen der öffentlichen Versorgung eine Einspeisevergütung von 1,5 ct/kWh erhalten, sofern die Anlagen mit Gas betrieben werden und eine Leistung > 10 MW aufweisen. Die Zuschlagsgrenze liegt hier bei 16.000 Vollbetriebsstunden in 4 Jahren.

 

Quelle und weitere Informationen: