Neues KfW-Förderangebot zur Unterstützung von Kommunen beim energieeffizienten Bauen (Okt. 2015)

Sachstand: 01. Oktober 2015


Ab dem 1. Oktober 2015 fördert das BMWi über die KfW-Bankengruppe den energieeffizienten Neubau von kommunalen und sozialen Nichtwohngebäuden. Das Förderangebot hat zum Ziel, Investitionsanreize für mehr Energieeffizienz zu setzen. Die Fördermittel stammen aus dem CO2-Gebäudesanierungsprogramm. Gewerbliche Neubauten werden durch die KfW bereits seit dem 1. Juli 2015 gefördert.

Gleichzeitig wird die bestehende Förderung der Sanierung von Gebäuden der kommunalen und sozialen Infrastruktur durch die KfW verbessert. Die Zunahme der Effizienz auch im Nichtwohngebäudesektor soll einen Beitrag zur Realisierung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands in Deutschland bis 2050 leisten

Es ist zu erwarten, dass das neue Förderangebot für viele Kommunen ein bedeutsames Angebot darstellen wird, denn gegenwärtig entfallen 42 % des Primärenergiebedarfs aller Gebäude auf Nichtwohngebäude und der Bedarf an Neubauten wird Prognosen zufolge in den kommenden Jahren zunehmen. In Nichtwohngebäuden sind erhebliche Effizienzpotenziale zu sehen, die Kommunen und Unternehmen neben CO2-Einsparungen auch reale Kostenvorteile bringen.

Förderung für energieeffiziente Neubauten und Sanierung

Durch das neue KfW-Förderangebot können Kommunen, kommunale Unternehmen und soziale Einrichtungen nun auch den Neubau von besonders energieeffizienten Gebäuden fördern lassen. Die bereits bewährte Systematik der KfW-Effizienzhäuser mit Anforderungen an den Energiebedarf und die Dämmung der Gebäudehülle gilt nun auch für Nichtwohngebäude. Zudem wird die Förderung für bestehende Gebäude verbessert. So sind nun unabhängig vom Alter des zu sanierenden Gebäudes Tilgungszuschüsse für energetische Einzelmaßnahmen möglich – bis zu 17,5 % Tilgungszuschuss bei Komplettsanierung und 5 % bei Neubau. Weitere Informationen werden auf den Internetseiten der KfW veröffentlicht.

Grundsätzlich empfiehlt es sich für Kommunen zunächst eine ganzheitliche Strategie für den zukünftigen Energieverbrauch und die Erzeugung zu entwickeln. Hierzu gibt es entsprechende Förderprogramme wie z.B. der Energienutzungsplan oder das Quartierskonzept.


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