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Förderung von Maßnahmen an Kälte- und Klimaanlagen in Unternehmen

Stand: 20.12.2016

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) fördert Beratungsleistungen sowie Investitionsmaßnahmen für bzw. in energieeffiziente und klimaschonende Kälte- und Klimaanlagen.

Gefördert werden die Leistungen eines Sachkundigen:

  • Erstellung eines IST-Gutachtens zur Energieeffizienz einer bestehenden Kälte- oder Klimaanlage,
  • Erstellung eines PLAN-Gutachtens zur Energieeffizienz für eine neue Kälte- oder Klimaanlage bzw. zur Steigerung der Energieeffizienz einer bestehenden Anlage einschließlich der Festlegung der für die Erreichung der Effizienzkriterien erforderlichen Komponenten und Systeme sowie

Investitionsmaßnahmen im Rahmen der "Basis- und Bonusförderung":

  • Maßnahmen an Kompressionskälteanlagen oder Kompressionsklimaanlagen mit einer elektrischen Antriebsleistung der oder des Verdichter(s) von mindestens 5 kW und höchstens 150 kW,
  • Maßnahmen an Sorptionskälte- und -klimaanlagen mit einer Kälteleistung von mindestens 5 kW und höchstens 500 kW,
  • Maßnahmen an Anlagen mit einer elektrischen Leistungsaufnahme von mindestens 5 kW und höchstens 150 kW, die Kühlung und Heizung mit einem integrierten Gerät oder System ermöglichen sowie
  • Maßnahmen zur Nutzung der Abwärme aus Kälteanlagen im Rahmen der Bonusförderung.

Voraussetzungen:

Die Anlage muss sich auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland befinden und ist nach Inbetriebnahme mindestens fünf Jahre zweckentsprechend zu betreiben.


Beratungsförderung:
Im Rahmen einer Beratungsmaßnahme muss ein Sachkundiger die Nachweise über Sachkunde, Sachkundelehrgänge und Berufserfahrung erbringen und für das Förderprogramm als Berater zugelassen sein.

Basisförderung:    
Sofern die oben genannten Leistungsgrenzen eingehalten werden sind folgende Fördervoraussetzungen einzuhalten:

  • Bei Sanierung einer Kompressionsanlage: Energieeffizienzstatus ≥ 85 %, Kältemittel: GWP < 2.500
  • Bei neuen Kompressionsanlagen: Energieeffizienzstatus ≥ 95 %, halogenfreies Kältemittel
  • Bei Sorptionsanlagen: Nutzung von (Ab-)Wärme aus einem Produktionsprozess, einer KWK-Anlage, einer Solaranlage, Fern- oder Nahwärme oder einer sonstigen Sekundärwärmequelle. Leistungsbedarf aller elektrisch angetriebenen Zusatzverbraucher mit Ausnahme der Kaltwasserverteilung ≤ 10 % der bereitgestellten Kälteleistung.

Unternehmen können folgende Fördermöglichkeiten in Anspruch nehmen:

Die Förderung erfolgt in Form eines Zuschusses. Die Höhe der Förderung richtet sich nach der Art der Maßnahme und beträgt für Beratungen:

  • 80 % der in Rechnung gestellten Kosten, maximal 1.000 EUR

Die Fördersätze für Emissionsminderungsmaßnahmen betragen in der Basisförderung (maximal 100.000 Euro)

  • bei Sanierung einer bestehenden Anlage 15 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten, wenn ein Kältemittel mit einem GWP < 2.500 verwendet wurde; 20 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten, wenn ein halogenfreies Kältemittel verwendet wurde.
  • bei Errichtung einer neuen Anlage 20 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten, wenn ein halogenfreies Kältemittel verwendet wurde.
  • 25 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten einer Sorptionsanlage

Die Fördersätze für Emissionsminderungsmaßnahmen betragen in der Bonusförderung (maximal 50.000 Euro)

  • 15 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten für Wärmeübertrager.
  • 20 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten für eine Wärmepumpe, wenn ein Kältemittel mit einem GWP < 2.500 verwendet wurde.
  • 25 % der förderfähigen Nettoinvestitionskosten, wenn ein halogenfreies Kältemittel verwendet wurde

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kürzt gegebenenfalls den Zuschuss.


Ansprechpartner:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 515 – Kältetechnik
Frankfurter Straße 29–35
65760 Eschborn
Tel. (0 61 96) 9 08-12 49
Fax (0 61 96) 9 08-11 22 49

 

Nähere Informationen finden Sie hier: