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Lernende Energieeffizienz-Netzwerke in der mittelständischen Wirtschaft

Vortrag von Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jochem (Fraunhofer ISI) und Dipl.-Ing. (FH) Anna Gruber (FfE) auf dem 12. Symposium Energieinnovation der TU Graz, 15.-17. Februar 2012

Abstract

In der Industrie ist erhebliches Potenzial zur Steigerung der Energieeffizienz vorhanden. Eine attraktive Möglichkeit zur Realisierung dieser Potenziale stellen Energieeffizienz-Netzwerke dar. Diese haben das Ziel, Energie, Kosten und CO2-Emissionen der im Netzwerkverbund tätigen Betriebe zu reduzieren. Das Besondere daran ist der Erfahrungsaustausch untereinander und die kontinuierliche Weiterbildung der Energieverantwortlichen.

Energieeffizienz-Netzwerke setzen sich aus 10 bis 15 lokal ansässigen Unternehmen zusammen. Während der Projektlaufzeit von drei bis vier Jahren gibt es im Wesentlichen zwei Phasen. Die erste bildet die Initialberatungsphase, in der für jeden Betrieb der Ist-Zustand erfasst und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieeinsparung identifiziert werden. Parallel dazu startet Phase 2. Hier finden alle drei Monate Netzwerktreffen mit den teilnehmenden Unternehmen statt. Im Fokus der Treffen stehen Expertenvorträge und der Erfahrungsaustausch mit den anderen Unternehmen. Ebenfalls werden in Phase 2 Maßnahmen zur Energieoptimierung umgesetzt.

Am Ende der Phase 1 wird auf Basis der Initialberatungen für die gesamte Projektlaufzeit ein Energie- und CO2-Einsparziel für das Netzwerk definiert. Durch ein jährliches Monitoring jedes Betriebes wird der Fortschritt der Zielerreichung ermittelt.

Erste Untersuchungen haben ergeben, dass die Energieeffizienzsteigerung durch Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk im Vergleich zum Durchschnitt der Industrie verdoppelt bis verdreifacht werden kann.

 

Download des Vortrags:


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. (FH) Anna Gruber