Lernende Energieeffizienz-Netzwerke – gemeinsam erfolgreich

Vortrag von Prof. Mauch bei der FfE-Fachtagung vom 29. -30. April 2013

Abstract:

Am 04. Dezember 2012 ist die neue europäische Energieeffizienzrichtlinie in Kraft getreten, nach der alle EU-Mitgliedsstaaten zukünftig verpflichtet sind, pro Jahr 1,5 % Endenergie einzusparen. Die Ziele können dabei wahlweise durch gesetzliche Verpflichtungen oder über Anreizmechanismen, wie Förderprogramme oder Verbrauchssteuern, erreicht werden. Ab April 2013 sind die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet, jährliche Berichte über die Fortschritte bei der Umsetzung ihrer nationalen Energieeffizienzziele darzulegen.

Zu weiteren Einsparungen soll die weltweit gültige Norm ISO 50001 führen, die in Deutschland seit 24. April 2012 Bestand hat und Vorgaben für den Aufbau und die Umsetzung eines Energiemanagements in Unternehmen beinhaltet. Eines der Hauptziele der ISO 50001 ist es, bisher ungenutzte Energieeffizienzpotenziale aufzudecken und so zur Ressourcenschonung beizutragen. In Deutschland werden verschiedene Förderprogramme von Bund, Ländern und Kommunen angeboten, die auf dem Weg zur Einhaltung der Effizienzziele die nötige finanzielle Unterstützung bereitstellen sollen. Kleine und mittelständische Unternehmen werden dabei besonders durch das KfW-Energieeffizienzprogramm angesprochen.

Die Ergebnisse der „Lernenden Energieeffizienznetzwerke (LEEN)“ der FfE haben gezeigt, dass die ambitionierten Effizienzziele durchaus erreicht werden können und zu erheblicher Kostenreduktion führen. Dass diese neuen Methoden zur Umsetzung der politischen Vorgaben erfolgreich sind, zeigt auch die Erfolgsgeschichte der 30 Pilot-Netzwerke in Deutschland. Auf Grund der erzielbaren Einsparungen entwickeln sich inzwischen auch europäische und internationale Aktivitäten, wie z.B. mehrere Hundert Netzwerke in China.


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