Für wen lohnt sich ein Elektroauto wirklich?

Erschienen in:

BWK - Das Energie-Fachmagazin Bd. 65 (2013) Nr. 9, S. 61 - 62


Autoren:

Tim Buber (FfE Gmbh),
Philipp Nobis (FfE e.V.)


Zusammenfassung:
Durch das steigende Angebot im Bereich der Elektromobilität erwägen immer mehr Autofahrer den Kauf eines Elektrofahrzeuges. Doch lohnt sich eine Anschaffung und die damit verbundenen Mehrkosten wirklich? Mithilfe der Herstellerangaben über Verbrauch und Reichweite könnten Interessenten sich vor dem Kauf über die Tauglichkeit des Fahrzeuges informieren. Doch die Werte schwanken stark je nach individuellem Fahrprofil und machen damit eine Bewertung ohne weitere Hilfsmittel schwierig. ln einem ersten Feldtest werden drei Partnerunternehmen der Thüga AG-Innovationsplattform Proved ausgewählten Kunden zur Verfügung stellen.

 

Fahrprofilanalyse mit GPS-Loggern

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Bild 1: Analyse des Fahrprofils unter Berücksichtigung der Geschwindigkeit

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (im Folgenden FfE) stellt mit ihrem Produkt "Proved" (Professional virtual electric driving) eine Lösung vor, mit der Interessenten die individuelle Tauglichkeit des Elektrofahrzeuges abschätzen und zusätzlich detaillierte Informationen über ihr Fahrverhalten erlangen können. Dazu installiert der Fahrzeuginhaber einen GPS-Logger, mithilfe derer Position, Geschwindigkeit, Höhenprofil und Fahrzeiten über mehrere Wochen bis Monate aufgezeichnet werden. Aus der Dauer der Fahrten, den zurückgelegten Distanzen und den angefahrenen Standorten können schließlich die entscheidenden Informationen gewonnen werden (Bild 1). Drei Partnerunternehmen der Thüga-Innovationsplattform werden Proved noch in diesem Jahr – gemeinsam mit der FfE – ausgewählten Endkunden zur Verfügung stellen. Neben der technischen Evaluierung leigt der Hauptaugenmerk der Thüga- Innovationsplattform bei diesem Feldtest auf der Untersuchung, wie kurz- bis mittelfristig kommerzialisierbare Produkte aus Proved entwickelt werden können. Diese Daten bilden dann die Grundlage für einen umfangreichen Bericht, der neben Alltagstauglichkeit auch wirtschaftliche und ökologische Aspekte berücksichtigt.

Bei der Analyse werden die erhobenen Daten genutzt, um ein konventionelles Fahrzeug mit einem beliebigen Elektrofahrzeug zu verglichen (Bild 2). Aus diesen Daten erfährt der Nutzer dann, wie viele Fahrten er mit dem gewählten Elektrofahrzeug erledigen könnte und welche Charakteristika ein für ihn optimales Elektrofahrzeug aufweisen müsste. Die FfE bietet diese Dienstleistung dem Endnutzer mittels Zweitanbietern wie Autoherstellern, Energieversorgungsunternehmen, Stadtwerken und weiteren themenaffinen Unternehmen aus dem Bereich der Elektromobilität an. Dabei kann die Gestaltung des Berichts an die jeweiligen Unternehmen angepasst und im Layout mit eigenen Logos versehen werden.

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Bild 2: Kostenvergleich für ein herkömmliches
           und ein elektrisches Fahrzeug

Bild 3: Beispiel für den Vergleich der Gesamtkosten
           und CO2-Einsparnis

Dem Unternehmen wird dabei eine vereinbarte Anzahl an GPS-Loggern mit Bedienhinweisen und Formularen zur Verfügung gestellt, die an ausgewählte Interessenten vergeben werden können. Nach Aufzeichnung der Daten werden die GPS-Logger wieder zurück an die FfE geschickt und dort vertraulich ausgewertet. Die Auswertungen werden in einem individuellen Kundenbericht in Text-, Tabellen- und Grafikform anschaulich und verständlich wiedergegeben. Dieser Bericht wird dem Kunden dann per Email zugesendet.

Aus dem Bericht geht hervor, ob und inwiefern die Elektromobilität aus ökonomischer, ökologischer und praktischer Sicht für den Kunden geeignet wäre. Da die ökonomische Komponente für die meisten Nutzer das ausschlaggebende Kriterium darstellt, wird sie besonders ausführlich behandelt (Bild 3). Neben diesen persönlichen Ergebnissen diskutiert der Bericht offen die ökologischen Vorteile der Elektromobilität und bietet einen Ausblick auf energiewirtschaftliche Szenarien wie Öl- und Strompreisentwicklungen in der Zukunft. Für weitergehende Analysen und eigene Betrachtungen wird abschließend noch ein detailliertes Fahrtenbuch erstellt.

Den teilnehmenden Unternehmen bietet Proved die Möglichkeit, Engagement im Bereich der Elektromobilität öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren. Durch das Produkt kann der Kontakt zu den Kunden intensiviert und als Kundengewinnungs- bzw. Kundenbindungsmaßnahme eingesetzt werden.

Eine Produktpräsentation mit weiteren Informationen zu Inhalten und Ablauf kann unter www.ffe.de/emobility-check heruntergeladen werden.

Für weiterführende Informationen können sie Tim Buber unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! kontaktieren.


Zum Download des vollständigen Artikels:


Mehr Informationen zur Fahrprofilanalyse Proved: