Intelligent Energy Systems – Vortrag auf der "100 % Climate Neutrality" Conference

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Vortrag im Rahmen der "100 % Climate Neutrality" Konferenz in Sønderborg, Dänemark, am 5. Oktober 2017

Serafin von Roon führt aus, dass ein intelligentes Energiesystem in erster Linie die Ziele des Energiepolitischen Dreiecks (Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit) optimiert. Die mit dem Begriff "Intelligentes Energiesystem" üblicherweise in Verbindung gebrachten Informations- und Kommunikationstechnologien können letztendlich nur unterstützen diese Ziele zu erreichen, dürfen jedoch kein Selbstzweck sein.

Die wesentlichsten Veränderungen des Energiesystems der letzten Jahre waren die Liberalisierung, die Veränderung der Erzeugung (hin zu fluktuierenden Erzeugern), der Anstieg der Anzahl der Akteure und die Veränderung der Lastflüsse (Strecke und Richtung).

Bei allen dabei einhergehenden Herausforderungen können Informations- und Kommunikationstechnologien helfen. Die Liberalisierung hat zur Folge, dass bei einer einfachen Stromlieferung zehn Akteure involviert sind, die mindesten 13 Verträge schließen müssen. Hier können IKT erheblich die Transaktionskosten senken und somit einerseits neue Geschäftsmodelle ermöglichen als auch andererseits die Liquidität in den Märkten erhöhen, so dass diese effizienter werden.

Ein aktuell diskutierter nächster Schritt könnte der Einsatz von Blockchain mit Smart Contracts sein. Serafin von Roon weist darauf hin, dass hierbei immer überprüft werden muss, ob nicht hierdurch der Stromverbrauch deutlich erhöht wird. In welcher Weise IKT bei der Integration von erneuerbaren Energien, dem Netzbetrieb und gegebenfalls zur Vermeidung von Netzausbau helfen können wird anhand mehrer FfE Projekte (MONA, C/Sells, Kopernikus-Synergie) ausgeführt.