Lechwerke AG - Erzeugungs- und Verbrauchsstruktur im Versorgungsgebiet

Kurzbericht

1. Kontext und Zielsetzung des Projekts

Im Versorgungsgebiet der Lechwerke AG wurde eine umfassende Untersuchung der Erzeugungs- und Verbrauchstrukturen durchgeführt. Die inhaltlichen Schwerpunkte waren:

  • Erfassung der bestehenden Energie-Infrastruktur
  • Bestimmung des Strom- und Wärmeverbrauchs
  • Analyse des Bestands der erneuerbaren Energien
  • Ausweisung von Windeignungsflächen
  • Charakterisierung der Kommunen nach Siedlungsstruktur

Ziel des Projektes war es, ein Planungs- und Beratungsinstrument für Städte und Gemeinden im Versorgungsgebiet der Lechwerke zu entwickeln.

Dies wird als Basis dienen, um Fragestellungen der Landkreise und Gemeinden zu Energieeinsparung, -effizienz und dem Einsatz erneuerbarer Energien fundiert diskutieren zu können.

2. Vorgehensweise

Zunächst wurde eine umfassende Analyse der bestehenden Energie-Infrastruktur durchgeführt. Dabei wurden die konventionellen Erzeuger und Verteiler, wie z.B. Kraftwerke und Fernwärmenetze, erfasst und kartographisch aufbereitet. Anschließend wurden der Wärme- und Stromverbrauch im Versorgungsgebiet auf Gemeindeebene untersucht.

Besondere Beachtung wurde den erneuerbaren Energien geschenkt. Nach einer detaillierten Ist-Zustands-Analyse wurde ein Ausblick auf das theoretische Potenzial gegeben. Der Bereich Windkraft wurde gesondert mit Blick auf mögliche Standorte untersucht. In Abbildung 1 ist beispielhaft der Anlagenbestand für Photovoltaik auf Gemeindeebene dargestellt (Kartenausschnitt).

abb 1 400

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Abbildung 1:
    PV-Anlagenbestand 2011 (Kartenausschnitt)

Schließlich wurden die Landkreise und Gemeinden des Versorgungsgebietes genauer untersucht: Nach einer Recherche bereits bestehender Energie- und Klimaschutzkonzepte wurden die Siedlungsstrukturen nach Siedlungstyp und Flächennutzung kategorisiert.

3. Ergebnisse

Das Untersuchungsgebiet der Lechwerke AG weist im Bereich der Strom- und Wärmeversorgung eine eigenständige Charakteristik auf. Anhand der regionalen Verteilung wird deutlich, in welchen Bereichen große bzw. eine Vielzahl an kleinen Industriebetrieben vorhanden ist.

Die erneuerbaren Energien haben im Untersuchungsgebiet bereits eine bedeutende Stellung erlangt. Dennoch bieten Photovoltaik und Biomasse noch großes Potenzial. Allein durch die Nutzung der noch vorhandenen und geeigneten Dachflächen könnte die Photovoltaikleistung gegenüber Stand 2011 vervierfacht werden. Auch im Bereich Windkraft besteht, rein auf Basis der verfügbaren Windeignungsflächen, ein bemerkenswertes Ausbaupotenzial. Jedoch sind für die detaillierte Bewertung der potenziell geeigneten Standorte im Einzelfall weiterführende Windgutachten erforderlich.

 

Projektabschluss: August 2012

lew-logoAuftraggeber: