Stadt Nürnberg - Energienutzungsplan

Energie in der Stadt Nürnberg

Wappen_Nürnberg_140pdfFür die Stadt Nürnberg wurde von der FfE GmbH ein Energienutzungsplan im Rahmen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes (IKK) erstellt. Gefördert wurde das Projekt durch den Projektträger Jülich (PTJ) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU).

Die Stadt Nürnberg mit ihren rund 500.000 Einwohnern liegt in Mittelfranken. Die Wärmeversorgung setzt sich aktuell aus einem Mix bestehend aus Fernwärme, Gas, Heizöl und Kohle zusammen. Des Weiteren werden in begrenztem Umfang regenerative Energieträger zur Energieerzeugung eingesetzt. Der Stromverbrauch wird zum Teil über das Heizkraftwerk Sandreuth und regenerative Anlagen (Photovoltaik, Grubengas) gedeckt. Der Hauptanteil wird über das Stromnetz aus dem Kraftwerkpark bezogen. Im Hinblick auf die Klimaschutzziele der Bundesregierung und dem geplanten Atomausstieg muss kurz- und mittelfristig die Energieversorgung mit einem hohen Maß an Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung erfolgen.

 

Der Energienutzungsplan als Planungsinstrument

Der Energienutzungsplan dient als Planungsinstrument für die zukünftige Entwicklung des Stadtgebietes. Er ist damit nicht als starres Konzept zu verstehen, sondern gibt eine Prognose zur Entwicklung des Energieverbrauchs und dessen optimale Deckung. Im Rahmen von Szenarien werden mögliche Entwicklungen und die dafür notwendigen Randbedingungen dargelegt.

Es wird aufgezeigt welche Flächen für die nachhaltige Erzeugung von Energie genutzt werden können und welche Maßnahmen zur Energieeinsparung bzw. effizienten Erzeugung im Siedlungsgebiet umgesetzt werden können. Dabei spielt die aus dem Flächennutzungsplan zu Grunde gelegte Nutzungsbestimmung vor allem bei der Energieerzeugung die wesentliche Rolle.

 

Maßnahmen und Clusterung

Um eine möglichst genaue Analyse der Distrikte Nürnbergs hinsichtlich konkreter Maßnahmen zu ermöglichen, wurden zunächst ausgewählte Referenzdistrikte untersucht. Anschließend wurde entsprechend der Referenzdistrikte eine Gruppierung (Clusterung) nach Siedlungstypen durchgeführt, die ähnlich strukturierte Distrikte zusammenfasst.

Für jeden Referenzdistrikt wurden Maßnahmen zur CO2-Einsparung erarbeitet, welche in leicht modifizierter Form stellvertretend für den gesamten Cluster gelten. So ist es möglich, für nahezu alle 316 Distrikte Vorschläge zur Verminderung des CO2-Ausstoßes abzuleiten.

 

Projektabschluss:  November 2011
Auftraggeber: nuernberg_logo_90
Projektförderung:
logo_ptj_90 bmu_logo_klein
Projektpartner:  Lehrstuhl für Energiewirtschaft und Anwendungstechnik (TU München)

 


Weitere Informationen: