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Energieeffizienz-Netzwerk für KMU

Unter der Schirmherrschaft von Münchens Bürgermeister Monatzeder leitet die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE GmbH) seit 2009 das größte deutsche Energieeffizienz-Netzwerk für Industriebetriebe aus der Region München-Oberbayern, deren Energiekosten mindestens 150.000 EUR betragen.

Die FfE GmbH plant nun ein Energieeffizienz-Netzwerk für kleine und mittlere Unternehmen (KMU, siehe Abbildung 1). Es wird aus 10 bis 15 Unternehmen bestehen, deren Energiekosten sich auf mindestens 50.000 EUR pro Jahr belaufen.  Abhängig von der Anzahl der Teilnehmer, dem Aufwand der Initialberatung, der Anzahl der jährlichen Treffen und von öffentlichen Förderungszuschüssen ergeben sich die Kosten der Teilnahme für das einzelne Unternehmen.

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Abbildung 1: Definition von KMU

Ziel des Energieeffizienz Netzwerkes ist es, auf Basis einer individuellen Initialberatung wirtschaftliche Energieeinsparpotentiale bei den Teilnehmern zu identifizieren und diese zu realisieren, um Kosten zu sparen und den Ausstoß klimaschädlicher Gase zu reduzieren.

Die teilnehmenden Unternehmen erhalten zu Beginn des Netzwerkes in Phase 1 eine individuelle Initialberatung, deren Ergebnisse in einem Bericht festgehalten werden. Auf Basis eines im Vorfeld umfangreichen Fragebogens über Daten zu den jeweils verwendeten Technologien werden in einer Betriebsbegehung durch Ingenieure der FfE GmbH weitere detailliertere Kennzahlen aus den Bereichen

  • Abb_02_04Gebäudehülle
  • Wärmeerzeugung und -verteilung
  • Kälteerzeugung und -verteilung
  • Klima- und Lüftungstechnik
  • Druckluft
  • Beleuchtung
  • Strom- bzw. Wärmeversorgung
  • elektrische Antriebe
  • EDV
  • Energiemanagement

aufgenommen und energetische Schwachstellen aufgedeckt und Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.

Abschließend münden die Ergebnisse der Beratungsberichte über die Höhe des Einsparpotentials, Investitionssumme und Wirtschaftlichkeit der Maßnahme in eine gemeinsame und freiwillige Zielvereinbarung zur Energie- und CO2-Einsparung des Netzwerkes, welche in der Gesamtlaufzeit von 3,5 Jahren erreicht werden soll.

In Phase 2 werden innerhalb moderierter Energieeffizienztische (alle drei bis vier Monate), die jeweils bei einem der Teilnehmer stattfinden, Fachvorträge zu relevanten Technologiethemen aus Bereichen wie z.B. Druckluft, Klimatisierung, Wärmerückgewinnung oder Beleuchtung etc. gehalten. In diesem Rahmen findet ein praxisorientierter Erfahrungsaustausch über bereits umgesetzte Maßnahmen und Gespräche zwischen den Teilnehmern statt, welche den jeweiligen  Entscheidungsprozess zu Energieeinsparmaßnahmen unterstützen. Ein jährliches Monitoring bestimmt die Erfolge und prüft die gemeinsame Zielfestlegung. Hieraus wird die Summe aller Effizienz- und CO2-Minderungsmaßnahmen des Netzwerkes ermittelt.

Logo_KMU_200Die Kosten werden durch den Erfahrungsaustausch und die kundenorientierten Expertenvorträge erheblich vermindert. Zudem können Synergieeffekte des Netzwerkes durch den Wissensaustausch teilnehmender Firmen über unterschiedliche Querschnittstechnologien genutzt werden und in den Entscheidungsprozess zu Energieeinsparmaßnahmen einfließen.

Beispielhafte Netzwerke wie Modell Hohenlohe, EnBW und Netzwerke in der Schweiz haben gezeigt, dass eine Energieeffizienzsteigerung von mindestens 2 % pro Jahr sicher erreicht wird. Bei den bisher in Deutschland realisierten Energieeffizienz-Netzwerken wurden Effizienzsteigerungen realisiert, die mehr als doppelt so hoch waren, als in der restlichen Industrie. Optional findet ein Abschlussworkshop statt, auf dem die Ergebnisse öffentlichkeitswirksam vorgestellt werden, und die Teilnehmer legen fest, ob sie das Netzwerk weiterführen möchten.

 

Weitere Informationen finden Sie hier:


Interessieren Sie sich für die Teilnahme an einem Energieeffizienz-Netzwerk für KMU?

Dann melden Sie sich bei: Dipl.-Ing. (FH) Anna Gruber, Dr.-Ing. Serafin von Roon