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Technische und betriebswirtschaftliche Bewertung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes

In diesem Projekt wurden die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen des EEWärmeG im Hinblick auf den Einsatz von Solarthermie und Wärmepumpen untersucht. Hierzu wurden für ein Einfamilienhaus typische Warmwasser- und Heizlastgänge ermittelt und diese im Fall der Solarthermieanlagen mit dem zu erwartenden solaren Ertrag verknüpft. Mittels dieser Kombination konnte die durch die Solarthermieanlagen substituierte Menge an Erdgas ermittelt werden. Aus diesem Ergebnis wurden über den CO2-Emissionsfaktor für einen Erdgas-Brennwertkessel die vermiedene Menge CO2 und über einen fortgeschriebenen Erdgaspreis (20 Jahre) die eingesparten Energiekosten berechnet. Über abgeschätzte Investitionskosten der einzelnen Systeme konnten die ökonomischen Parameter bestimmt werden.

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Abbildung 1: Entwicklung des EE-Anteils bei Nutzung der Solarthermie in allen neu installierten Anlagen für Wohngebäude in Bayern

Abbildung 1 zeigt die Entwicklung des Anteils erneuerbarer Energien (EE) an der Wärmeversorgung in Bayern bis 2020. Dabei wurde angenommen, dass bei allen neu installierten Heizungsanlagen eine Solarthermieanlage zur reinen Warmwasserunterstützung (grün) bzw. zur Unterstützung der gesamten Gebäudeheizung (rot bzw. blau) integriert wird. Die Zielvorgabe aus dem Integrierten Energie- und Klimaprogramm (IEKP), umgesetzt durch das EEWärmeG, liegt bei einem EE-Anteil von mindestens 14 %.

Ein analoges Vorgehen wurde für den Fall des Wärmepumpeneinsatzes angewandt. In Abbildung 2 ist die Entwicklung des EE-Anteils bei Einbau einer Wärmepumpe (grün) in allen bayerischen Wohngebäuden, die eine neue Heizungsanlage benötigen, dargestellt. Durch zusätzliche Solarthermie-Unterstützung (rot bzw. blau) lässt sich dieser Anteil weiter steigern.

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Abbildung 2: Entwicklung des EE-Anteils bei Nutzung der Wärmepumpe (in Verbindung mit Solarthermie-Unterstützung) in allen neu installierten Anlagen für Wohngebäude in Bayern

Die Studie zeigt somit, dass durch den Einsatz von Solarthermieanlagen oder Wärmepumpen das vorgegebene Ziel, 14 % des Wärmebedarfs bis zum Jahr 2020 regenerativ zu erzeugen, zu erreichen ist. Jedoch ist dafür eine Ausweitung des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes auf die Sanierung technischer Anlagen notwendig.

 

Auftraggeber:  Solarenergie Förderverein Bayern e.V.


Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Serafin von Roon