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Allokationsmethoden für spezifische CO2-Emissionen von Strom und Wärme aus KWK-Anlagen

Das KWK-Gesetz definiert das Produkt einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage als „gleichzeitige Umwandlung von eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen Anlage“. Hierbei stellt sich grundsätzlich das Problem der Aufteilung der verursachten CO2-Emissionen auf die beiden Koppelprodukte elektrische Arbeit und Nutzwärme, denn es existiert keine standardisierte Berechnungsvorschrift, sondern unterschiedliche nebeneinander gültige Berechnungsarten.

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Abbildung 1: Graphische Darstellung der unterschiedlichen Berechnungsmethoden

Durch die Verwendung der unterschiedlichen Allokationsmethoden ergeben sich unterschiedliche Ergebnisse der jeweiligen spezifischen CO2-Emissionen von Strom und Nutzwärme, wie in Abbildung 1 dargestellt.

Laut VDI 4661 gibt es „keine Methode, die insgesamt, d.h. nach thermodynamischen, wirtschaftlichen und ökologischen Kriterien, gleichermaßen zwingend anzuwenden wäre“, somit existiert keine eindeutige naturwissenschaftlich richtige Lösung. Die verschiedenen Allokationsmethoden sind demnach für den jeweils betrachteten Fall und den daraus resultierenden Aussagen besser oder schlechter geeignet. Es ist Aufgabe des Autors, eine geeignete Methode auszuwählen, diese transparent darzustellen und zu begründen, warum die Methode für den betrachteten Anwendungsfall gewählt wurde.


Ansprechpartner:
Dr.-Ing. Serafin von Roon