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Ratgeber: Wärme in Hessen

Kurzbericht

cover 200In Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft IHK Hessen ist ein Ratgeber zum Thema "Wärme in Hessen" zur Nutzung von Wärmetechnologien entstanden.

Über die Hälfte des deutschen Endenergieverbrauchs wird für Wärme genutzt. In Hessen liegt der Anteil bei rund 40 % der Endenergie. Oft ist es den Unternehmen nicht bewusst, welche Einspar- und Effizienzmaßnahmen sich in den eigenen vier Wänden stecken. Mit diesem Leitfaden möchten die hessischen Industrie- und Handelskammern in Zusammenarbeit mit der FfE GmbH die Unternehmen unterstützen, die über neue und effiziente Technologien für ihre Wärmeerzeugung und -nutzung nachdenken oder ihre bestehenden Systeme optimieren wollen.

"Der Wärmemarkt ist der schlafende Riese der Energiewende. Dort liegt ein großes Potenzial zur Energieeinsparung und Energieeffizienz, das wir erschließen sollten", sagte Matthias Gräßle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs (ARGE).

"Die Erfahrung zahlreicher Energieeffizienz-Netzwerke hat gezeigt, dass durch einfache Maßnahmen, wie z.B. Anpassung der Regelung und durch das Dämmen von Rohrleitungen, Pumpen und Armaturen deutliche Einsparerfolge erzielt werden können", sagte Dr.-Ing. Serafin von Roon, Geschäftsführer der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH und Leiter des Autorenteams des Ratgebers "Wärme in Hessen.


Wärmeverbrauch und -erzeugung in Hessen – eine Energiewende ohne Wärmewende?

Um einen Überblick zu dem Thema Wärme zu erhalten wird im ersten Abschnitt die IST-Situation in Hessen hinsichtlich des Wärmeverbrauchs und der -erzeugung anhand von vorhandenen statistischen Daten analysiert und ausgewertet. Unter anderem wurde der Wärmeverbrauch nach den Sektoren Haushalte, GHD und Industrie aufgeteilt und hinsichtlich der Anwendungsfelder spezifiziert. Zudem wurden seitens der FfE Karten erstellt, welche Rückschlüss auf die regionale Verteilung des Verbrauchs und der Erzeugung durch z.B. KWK zulassen.

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Abb. 1: Wärmeverbrauch nach Landkreis und Sektoren in Hessen im Jahr 2012 (links) und regionale Verteilung der von BAFA geförderten KWK-Anlagen in Hessen (rechts)

Faktenbuch: Wärmetechnologien kompakt

Das Herzstück des Ratgebers bilden die für die unterschiedlichen Wärmetechnologien angefertigten Faktenblätter, welche auch separat erhältlich sind. Diese stellen die Informationen zu den einzelnen Technologien kurz und kompakt dar. Die Faktenblätter gliedern sich in eine kurze Definition der jeweiligen Technologie sowie einen Abschnitt über Aufbau und Funktionsweise, welcher sich neben den vorkommenden Anlagengrößen und -varianten auch mit potenziellen Einsatzmöglichkeiten beschäftigt. Ein kurzer Überblick über die notwendigen Investitionen im Abschnitt Wirtschaftlichkeit ermöglicht eine erste Einschätzung für die anfallenden Kosten. Abgeschlossen wird jeder Steckbrief mit einer kurzen Übersicht der wichtigsten Fakten.

In der Studie wurden folgende Wärmetechnologien betrachtet:

Zudem wurde noch auf die wichtigen Aspekte der Wärmerückgewinnung und Kälteerzeugung in Kombination mit Wärmeerzeugungssystemen eingegangen.

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Abb. 2: Wärmequellen und -senken einer Wärmepumpe (links) und Verluste am Beispiel eines Flächenkollektors (rechts), /CORR-01 13/

Wärmetechnologien in der Praxis

Vielen Unternehmen ist oft nicht bewusst, welche Einsparungs- und Effizienzmaßnahmen in ihrem Betrieb möglich sind. Dazu soll das Kapitel "Wärmetechnologien in der Praxis" eine Anleitung bieten, wie die eigene Wärmeversorgung analysiert werden kann. Es wird gezeigt, welche Daten für eine Erfassung der Wärmeversorgung notwendig sind, woher das Unternehmen diese Daten bekommt und wie mit diesen Daten die eigene Wärmeversorgung bewertet werden kann. Zusätzlich sind einige typische Energieeffizienzmaßnahmen, welche oft durch wenig Aufwand viel Energie einsparen können, aufgelistet.

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Abb. 3: Jahreslastgang eines Unternehmens (links) sowie näherungsweise bestimmter Lastgang rechts anhand von z.B. Monatswerten (rechts)


Quelle:
CORR-01 13: Corradini, Roger: Regional differenzierte Solarthermie-Potenziale für Gebäude mit einer Wohneinheit. Dissertation an der Fakultät für Maschinenbau der Ruhr-Universität Bochum. Herausgegeben durch die Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE), München 2013 – ISBN 978-3-941802-26-1; ISBN-A 10.978.3941802/261

Projektlaufzeit: Mai – November 2014
Auftraggeber: Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern


Download der Studie:


Zu den Faktenblättern:


Vortrag zum Projekt:


Presseartikel zum Projekt:


Ansprechpartner:
Dipl.-Ing. Franziska Biedermann, Dipl.-Ing. Michael Kolb