Optimierung des analytischen Standardlastprofilverfahrens

Neben dem verbreiteteren synthetischen Standardlastprofilverfahren zur Bilanzierung von Gas-SLP-Kunden wird auch von einigen Netzbetreibern das analytische Standardlastprofilverfahren verwendet. Aufgrund der veränderten Abrechnungsmodalitäten in der deutschen Gaswirtschaft stellt sich die Frage, ob dieses Verfahren weiterhin zufriedenstellende Ergebnisse liefert. Die FfE GmbH hat dies für die Rheinische NETZGesellschaft (RNG) im Rahmen einer Studie untersucht.

Zur Bewertung des Verfahrens sowie möglicher Alternativen standen Temperatur- und Verbrauchsdaten über drei Gaswirtschaftsjahren vom Netzgebiet der RNG zur Verfügung. Neben dem bekannten analytischen Verfahren wurde, angelehnt an die Empfehlung des BDEW-Leitfadens, die Anwendung einer Netzregressionsfunktion untersucht.

Darüber hinaus wurden verschiedene Weiterentwicklungen dieses Verfahrens mit unterschiedlichen Funktionen, Temperaturgewichtungen sowie Wochentagsfaktoren betrachtet und gegenübergestellt.

Die Berechnungen zeigen, dass die Anwendung der von der FfE GmbH für das synthetische SLP-Verfahren entwickelten SigLin-Funktion auch als Netzregressionsfunktion die geringsten Abweichungen liefert. Die weiteren untersuchten Funktionen führen zu schlechteren Ergebnissen, auch die zusätzlichen Anpassungen des Verfahrens bringen keine Vorteile. Beim Vergleich mit dem bisherigen analytischen Verfahren zeigt sich allerdings, dass durch Anwendung der Netzregressionsfunktion keine relevante Verbesserung erzielt werden kann.