Start des Energieeffizienz-Netzwerks München-Oberbayern

München, 24. Februar 2010

Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft für den Klimaschutz

Poster_Industrie_200Unter der Schirmherrschaft des Münchner Bürgermeisters Hep Monatzeder startete am 28. Januar 2010 in Bayern erstmals auf kommunaler Ebene ein Energieeffizienz-Netzwerk. Hauptziel des von der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH initiierten "Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern" ist es, in den teilnehmenden Unternehmen wirtschaftliche Energieeinsparpotenziale aufzudecken und umzusetzen. Ein wichtiger Aspekt der Netzwerke ist der moderierte Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen. Diese gegenseitige Weitergabe von positiven als auch negativen Erfahrungen im Bereich der Energieeffizienz hilft den Energieverantwortlichen dabei, Energiesparmaßnahmen leichter bewerten und mit geringerem Zeitaufwand umsetzen zu können. Hierdurch können nicht nur betriebliche Energiekosten reduziert, sondern auch CO2-Emissionen vermindert und so ein aktiver Beitrag zum lokalen und regionalen Klimaschutz geleistet werden. In den bereits durchgeführten Energieeffizienz-Netzwerken in Deutschland wurden Effizienzsteigerungen ermittelt, die mehr als das Doppelte über dem der restlichen Industrie lagen. In der Schweiz ist dieses System seit etwa 20 Jahren ein Erfolgsmodell und wurde in die schweizer Klimaschutzstrategie integriert.

Das Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern wird, wie auch 30 weitere vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geförderte Netzwerke, auf Bundesebene vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung wissenschaftlich begleitet. Vor Ort erfolgt die wissenschaftliche Unterstützung durch die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE GmbH). Die Projektmoderation hat die Arqum, Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement mbH, übernommen.

Um möglichst viele Energieeffizienzpotentiale aufzudecken, erhalten die teilnehmenden Unternehmen eine umfassende professionelle Initialberatung von der FfE GmbH und können von einem praxisorientierten Erfahrungsaustausch und regelmäßigen Expertenvorträgen profitieren. Die Auswahl der Themen wird nach den Interessen der Unternehmen gestaltet und betrifft größtenteils Querschnittstechnologien wie zum Beispiel Druckluft, Beleuchtung oder elektrische Antriebe. In einem begleitenden wissenschaftlichen Monitoring werden die erzielten Erfolge erfasst und eine neutrale Bewertung der erreichten Kosteneinsparungen und vermiedenen Treibhausgasemissionen gewährleistet.

Das neue Netzwerk versteht sich als Kooperationsangebot und Vernetzungsplattform für die Wirtschaft in München und Oberbayern und besteht voraussichtlich aus 14 Unternehmen unterschiedlicher Größe. Dieses Netzwerk ist das bisher größte Netzwerk bezüglich der Mitarbeiterzahlen, dem Umsatz und der Energiekosten im Vergleich zu allen bisher durch das BMU geförderten Netzwerken.

Zum Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern gehören die folgenden Unternehmen:

  • BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
  • Chemtura Manufacturing Germany GmbH
  • Edeka Handelsgesellschaft Südbayern mbH
  • Haupt Pharma AG
  • HAWE Hydraulik SE
  • Hilti Deutschland GmbH
  • Hirschvogel Umformtechnik GmbH
  • Knorr-Bremse AG
  • MAN Nutzfahrzeuge AG
  • MAX BÖGL Transport und Geräte GmbH & Co. KG
  • Motoren Bauer GmbH & Co KG
  • MTU Aero Engines GmbH
  • Schreiner Group GmbH & Co KG
  • Stadtsparkasse München

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Ansprechpartner für detaillierte Informationen und Verantwortliche im Sinne des Presserechtes:

Dipl.-Ing (FH) Anna Gruber