Energie- und CO2-Einsparziel von 6 % im Lernenden Energieeffizienz-Netzwerk (LEEN) Vorarlberg

Bregenz, 12. Juni 2013

Die 12 Unternehmen des Lernenden Energieeffizienz-Netzwerk (LEEN) Vorarlberg einigen sich darauf ihren Energieverbrauch und ihre CO2-Emissionen um 6 % bis Ende 2014 zu senken.

IMG 1494 200Bei der heutigen Pressekonferenz in Bregenz wurde das Einsparziel der 12 teilnehmenden Unternehmen am Lernenden Energieeffizienz-Netzwerk (LEEN) Vorarlberg festgesetzt. Zusammen wollen die Teilnehmer bis Ende des Jahres 2014 rund 6 % weniger CO2 emittieren.

Das erste Österreichische Netzwerk wurde bereits 2012 initiiert und soll drei Jahre bis 2015 laufen. Die Leitung des Netzwerkes haben die illwerke VKW übernommen, fachlich betreut wird es durch die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE), die durch die Betreuung mehrere Netzwerke bereits umfangreiche Erfahrungen sammeln konnte. Als Partner fungiert außerdem die Wirtschaftskammer Vorarlberg.

Die Idee eines Lernenden Energieeffizienz-Netzwerkes (LEEN) ist es, über den Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen wesentlich höhere Einsparungen im Energiebereich realisieren zu können. Es hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass sich die Energieeinsparungsrate eines Unternehmens pro Jahr durch dessen Teilnahme am Netzwerk durchschnittlich verdoppeln kann.

Einschätzungen der Akteure

Prof. Wolfgang Mauch : Wissenschaftlicher Berater der FfE

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„Das erste Jahr des Vorarlberger Energieeffizienznetzwerks wurde mit großer Aufmerksamkeit in ganz Österreich verfolgt. Aufgrund des positiven Verlaufs sind wir dabei, weitere Netzwerke in Österreich, wie z.B. in Oberösterreich und Tirol aufzubauen. Unsere energietechnischen Berater standen in Vorarlberg vor keiner leichten Aufgabe, da die teilnehmenden Unternehmen auch vorher bereits sehr energiebewusst gewirtschaftet haben. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir gemeinsam mit den Energieverantwortlichen Maßnahmen identifiziert, weiterentwickelt und bewertet haben, die im Mittel eine Effizienzsteigerung von insgesamt 6 %, also 2 % pro Jahr, ermöglichen sollten. Diese Anstrengung darf nicht unterschätzt werden, da in der Industrie im Mittel üblicherweise lediglich 0,8 % geschafft und auch die Zielvorgaben von 1,5 % der EU nochmals übertroffen werden.“

Dr. Christof Germann : Vorstand der illwerke VKW

IMG 1468 239"Die Netzwerktreffen sind das zentrale Instrument und finden jeweils in einem der teilnehmenden Betriebe statt. Wie viel und was genau sich im konkreten Fall einsparen lässt, hängt von den Gegebenheiten in den einzelnen Betrieben ab. Während bei dem einen Unternehmen eine Wärmerückgewinnung Einsparungserfolge verspricht, lässt sich in einem anderen Betrieb die Beleuchtung in der Produktionshalle entscheidend verbessern. Das gesetzte Ziel von sechs Prozent bedeutet für die teilnehmenden Betriebe, dass sie in den drei Projektjahren insgesamt zehn Gigawattstunden Energie einsparen. […] Vor dem Hintergrund des gemeinsamen Ziels der Energieautonomie Vorarlberg 2050 und verschärften gesetzlichen Bedingungen sind wir alle aufgerufen, mit unseren Ressourcen möglichst sparsam umzugehen und sie so effizient wie möglich einzusetzen." – "Am Ende profitieren wir alle davon."

 

Ing. Eduard Fischer: Geschäftsführer der Offsetdruckerei Schwarzach

"Unser oberstes Ziel ist es, CO2-Emissionen zu vermeiden und natürlich auch Energiekosten zu senken. Die Teilnahme am Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg ist dazu ein weiterer, freiwilliger Schritt, bei dem wir durch die Idee des Netzwerkes, der gegenseitigen Unterstützung der Teilnehmer und den daraus generierten Ideen, weitere, zu uns passende Maßnahmen in eine nachhaltigere Zukunft umsetzen können. Ein Schwerpunkt dabei sind im Fall der Offsetdruckerei Schwarzach die Querschnittstechnologien wie Lüftung, Heizung, Druckluft, Beleuchtung, etc. Konkrete Umsetzungen in diesen Bereichen sind bereits angelaufen und werden über die nächsten beiden Jahre abgeschlossen. Die große Hilfsbereitschaft der Netzwerkteilnehmer und die Ideenimpulse aus den Netzwerktreffen machen das Projekt passend zum ökologischen Handeln unserer Firma"

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Mag. Gerald Fitz: Vorstand der Haberkorn Holding AG

"Nachhaltig Handeln ist für Haberkorn eine zentrale Wertehaltung. Haberkorn beschäftigt sich als Handelshaus deshalb bereits seit mehreren Jahren intensiv mit Energieeffizienz. Durch eine ganzheitliche, konsequente Herangehensweise wurde der Energieverbrauch markant reduziert. Mit der Teilnahme am Energieeffizienz Netzwerk Vorarlberg sollen nun neue Einsparungspotenziale realisiert werden. Durch Unterstützung der Experten von FFE und VKW sowie aus den Erfahrungen anderer Unternehmen sind bereits einige neue Maßnahmen entstanden und umgesetzt. Haberkorn ist daher überzeugt, auch ausgehend von einem hohen Standard den Energieverbrauch in den nächsten Jahren weiter senken zu können"

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Fotonachweise von oben nach unten:
Foto 1: v.l. Herr Fitz (Haberkorn), Herr Germann (illwerke VKW), Herr Fischer (Offsetdruckerei Schwarzach)
Foto 2: Vortrag von Prof. Mauch (FfE)
Foto 3: Herr Germann (illwerke VKW) bei der Unterzeichnung der Zielvereinbarung
Foto 4: v.l. Herr Fischer (Offsetdruckerei Schwarzach), Prof. Mauch (FfE), Herr Germann (illwerke VKW),
            Herr Steurer (Wirtschaftskammer), Herr Fitz (Haberkorn)
Foto 5: Gruppenfoto der Projektpartner


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Ansprechpartnerin: Anna Gruber