Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern übertrifft Energieeinsparziel

München, 04. Juli 2013

Heute fand die Abschlussveranstaltung des Energieeffizienz-Netzwerks München-Oberbayern im Münchner Rathaus statt. Zur Freude aller Teilnehmer konnte das vereinbarte Ziel noch übertroffen und eine Effizienzsteigerung von 8,3 % vermeldet werden. Das zuvor gemeinsam von den Betrieben des Energieeffizienz-Netzwerks vereinbarte Energieeinsparziel lag bei 7 %. Das gesteckte CO2-Minderungsziel von 10 % wurde bis Ende 2012 mit 6,9 % noch nicht erreicht – die teilweise erst Ende 2012 oder 2013 umgesetzten Maßnahmen deuten aber darauf hin, dass auch dieses Ziel bis Ende des Jahres geschafft wird.

abschluss gruppenfoto 400Ein Schlüssel für eine neue Energie- und Klimapolitik liegt in der konsequenten Steigerung der Energieeffizienz und der deutlichen Senkung des Energieverbrauchs. Damit lässt sich nicht nur der Treibhausgas-Ausstoß reduzieren, sondern auch die Abhängigkeit von Energieimporten verringern.

Im Rahmen der Klimaschutzinitiative fördert das Bundesumweltministerium (BMU) in den Jahren 2009 bis 2013 bundesweit 30 Pilot-Netzwerke für Klimaschutz und Energie-effizienz – darunter auch das Energie-effizienz-Netzwerk München-Oberbayern, das am 28. Januar 2010 unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Hep Monatzeder startete.

"Das Unternehmensnetzwerk München-Oberbayern zeigt vorbildlich, wie sich Unternehmen gegenseitig bei ihren Energieeinsparmaßnahmen unterstützen und gemeinsam erfolgreich Energieeffizienzziele erreichen können."

Hep Monatzeder, Schirmherr des Netzwerks und Bürgermeister der Landeshauptstadt München

Das Energieeffizienz-Netzwerk München-Oberbayern wurde, wie auch die weiteren Netzwerke, auf Bundesebene vom Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung wissenschaftlich begleitet. „Vor Ort“ erfolgte die wissenschaftliche Unterstützung durch die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FfE) mbH. Die Projektmoderation übernahm die Gesellschaft für Arbeitssicherheits-, Qualitäts- und Umweltmanagement (Arqum) mbH.

Der Erfolg des Netzwerks basiert v.a. auf den drei grundlegenden Säulen des LEEN-Konzeptes. Alle Firmen erhielten eine Initialberatung, die aus der Datenerfassung mittels Fragebögen, der Vor-Ort-Begehung und der Berechnung von Einsparpotenzialen bestand. Der Fokus lag dabei auf den Querschnittstechnologien, wie etwa Lüftungstechnik, Beleuchtung, Druckluft- oder Wärmeerzeugung. Durchgeführt wurde die Beratung durch den energietechnischen Berater.

"Transparenz in den Energieverbräuchen ist die Basis für jedes Effizienzprogramm. Dazu kann LEEN einen guten Beitrag leisten."

Bernhard Dietl, Leiter Umwelt- und Energiemanagement der MAN Truck & Bus AG

Parallel fanden in regelmäßigen Abständen Netzwerktische statt, bei denen die Energie-verantwortlichen der Betriebe zusammenkamen und durch Vorträge von Netzwerkteilnehmern sowie externen Referenten über bereits durchgeführte Einsparmaßen informiert wurden. Dort wurde auch über die damit verbundenen Erfahrungen und über technischen Neuheiten im Bereich der Querschnittstechnologien berichtet. Die Netzwerktische fanden jeweils in den Betrieben der teilnehmenden Unternehmen statt und boten somit gleichzeitig eine Vorstellung des Unternehmens. Gestaltet und geführt wurden die Treffen durch den Netzwerk-Moderator.

"Durch die regelmäßigen Netzwerktreffen wurde uns ein riesiges Wissen mit vielen Beispielen aus der Praxis vermittelt."

Robert Wittig, LEEN-Projektverantwortlicher der Bauer Unternehmensgruppe

Die letzte Säule stellt der Erfahrungsaustausch zwischen den Unternehmen dar. Dieser erfolgte sowohl im Rahmen der Netzwerktreffen – aber auch selbstständig zwischen den Unternehmen – und förderte ein gegenseitiges Anspornen sowie Lerneffekte hinsichtlich der Durchführung von Energieeffizienzmaßnahmen.

"Eine Teilnahme an einem Netzwerk wie LEEN reflektiert einem Unternehmen die energetische Ausgangssituation und motiviert ungemein zum Mitmachen."

Bernhard Dietl, Leiter Umwelt- und Energiemanagement der MAN Truck & Bus AG

In Abhängigkeit der ermittelten Einsparpotenziale aller teilnehmenden Betriebe wurde für das gesamte Netzwerk ein Ziel zur Effizienzsteigerung von 7 % und zur Reduktion von CO2-Emissionen von 10 % vereinbart, welches nach der dreijährigen Netzwerklaufzeit erreicht werden sollte.

Im nachfolgenden Diagramm sind die letztendlich erreichten Ziele des Netzwerks München-Oberbayern dargestellt.

abb grafik ergebnisse 500

Teilnehmende Unternehmen des LEEN München-Oberbayern waren:

  • BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH
  • Chemtura Manufacturing Germany GmbH
  • Edeka Handelsgesellschaft Südbayern mbH
  • Haupt Pharma AG
  • HAWE Hydraulik SE
  • Hilti Deutschland GmbH
  • Hirschvogel Umformtechnik GmbH
  • Knorr-Bremse AG
  • MAN Nutzfahrzeuge AG
  • MAX BÖGL Transport und Geräte GmbH & Co. KG
  • Motoren Bauer GmbH & Co KG
  • MTU Aero Engines GmbH
  • Schreiner Group GmbH & Co KG
  • Stadtsparkasse München

Der Erfolg des Netzwerkansatzes hat die teilnehmenden Betriebe so überzeugt, dass sich die Mehrheit entschlossen hat, das Lernende Energieeffizienz-Netzwerk (LEEN) fortzuführen. Weitere interessierte Unternehmen können noch in die Fortführung des Netzwerks aufgenommen werden. Detaillierte Informationen erhalten Interessenten gerne von Frau Anna Gruber, Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (Tel. 089/ 158 121-62, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

 

Weitere Informationen zum Netzwerk: