1. Österreichisches Energieeffizienz-Netzwerk übertrifft Einsparziele (17.06.2015)

Bregenz, den 17.06.2015

Mauch im Interview 300Am 17.06.2015 fand die Abschlussveranstaltung des Lernenden Energieeffizienz-Netzwerk (LEEN) Vorarlberg statt. Die insgesamt 12 teilnehmenden Betriebe haben über drei Jahre lang gemeinsam ihre Energieeffizienz gesteigert und CO2-Emissionen reduziert. Die Erwartungen wurden sogar noch übertroffen.

2012 entschieden sich 12 Unternehmen im Rahmen des ersten Energieeffizienz-Netzwerk Österreichs innerhalb der nächsten drei Jahren gemeinsam 6 % weniger Energie und 6 % weniger CO2-Emissionen im Kollektiv zu verbrauchen.

Die Grund-Idee eines jeden Netzwerks: Voneinander lernen und miteinander Energie zu sparen.

Innerhalb der Laufzeit des Netzwerks konnte der Energieverbrauch aller Teilnehmer um 8,7 % bzw. 21,2 GWh/a reduziert werden. Dies entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 5.000 Haushalten. Diese Einsparung wurde in Zuge der 179 umgesetzten Maßnahmen realisiert. "Das 1. Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg ist ein vorbildliches Beispiel dafür, wie Unternehmen in Eigeninitiative Verantwortung in der Energiefrage übernehmen, sich ambitionierte Einsparziele setzen und diese dann konsequent umsetzen", so Dipl.-Ing. Helmut Mennel, Vorstandsmitglied des Netzwerkinitiators Vorarlberger Kraftwerke AG (VKW). "Der Erfolg hat sich für alle teilnehmenden Unternehmen rasch eingestellt. Daher haben wir auch bereits ein Jahr nach dem ersten Netzwerk ein zweites initiiert. Solch beispielhafte und erfolgreiche Eigeninitiativen unserer Wirtschaft tragen dazu bei, dass sich Vorarlberg auch zukünftig als dynamisch wachsender Wirtschaftsraum in Europa behaupten wird", so Mennel.

Als energietechnischer Berater mit der Erfahrung aus zahlreichen Netzwerken im bayerischen Raum betreute die FfE das Netzwerk von der technischen Seite. Dennoch bringt jedes neue Netzwerk andere Herausforderungen mit sich. "Wir waren gespannt, ob das erste Vorarlberger Energieeffizienz-Netzwerk die gesetzten Ziele erreichen und wie das Netzwerk im Vergleich mit unseren bayerischen Netzwerken abschneiden wird. Anfangs standen unsere energietechnischen Berater vor keiner leichten Aufgabe, da die Netzwerkteilnehmer bereits energiebewusst gewirtschaftet haben. Umso mehr hat es uns gefreut, dass wir gemeinsam mit den Energieverantwortlichen in den letzten drei Jahren eine Vielzahl an weiteren Maßnahmen identifiziert und umgesetzt haben. So konnten im Mittel eine Energieeffizienzsteigerung von insgesamt 8,7 %t und eine CO2-Minderung von 8,3 % erzielt werden. Das sind 2,7 % mehr als das gesetzte Ziel und sogar über 6 % mehr als der Durchschnitt der Industrie mit 0,8 % pro Jahr", so Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Mauch von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München. Er hebt hervor: "Das 1. Energieeffizienz-Netzwerk Vorarlberg diente aufgrund des großen Erfolgs als Vorreiter für die Initiierung weiterer Netzwerke in anderen Regionen Österreichs." So betreut die FfE neben dem 2. Netzwerk der Illwerke VKW auch ein Netzwerk im Wiener Raum erfolgreich.

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Aufgrund der sehr guten Erfahrungen wird das Netzwerk aller Voraussicht nach in die Fortführung gehen. Daneben können die Unternehmen in diesem Rahmen auch von den angebotenen Energieaudits, welche in diesem Zuge absolviert werden können, profitieren.

Mitglieder des 1. Energieeffizienz-Netzwerks Vorarlberg:

  • Getzner Textil AG
  • GIKO Verpackungen GmbH
  • Haberkorn GmbH
  • Hilti AG
  • Offsetdruckerei Schwarzach GmbH
  • Rauch Fruchtsäfte GmbH & Co KG
  • Rudolf Ölz Meisterbäckerei GmbH & Co KG
  • Speedline Aluminium Gießerei GmbH
  • Vorarlberger Krankenhaus Betriebs GmbH
  • Russmedia GmbH
  • Rhomberg Bau GmbH
  • Vorarlberger Kraftwerke AG


Über die FfE:

Die Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft mbH (FfE GmbH) bietet energetische Gutachten und Beratungsleistungen auf höchstem Niveau. Unsere Kunden profitieren von gründlichen Analysen und Lösungen, die wirtschaftlich und nachhaltig sind und auf Basis wissenschaftlicher Methodik und aktueller Forschungsergebnisse entwickelt werden. Wir setzen Marktkenntnis und die Nutzung eines umfassenden Netzwerks aus Entscheidungsträgern der Energiewirtschaft zum Wohle unserer Kunden ein.

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