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Neue Vorarlberger Tageszeitung: Gemeinsam effiziente Lösungen erarbeiten (13.06.2013)

Erschienen in:
Neue Vorarlberger Tageszeitung vom 13.06.2013
Artikel zur Pressekonferenz in Bregenz am 12.06.2013

von Rubina Bergauer


Am 4. Dezember 2012 traten die EU-Energieeffizienz Richtlinien in Kraft. Diese gelten verpflichtend für die Mitgliedstaaten. Dabei geht es um die Reduzierung des Energieverbrauchs von Betrieben. „Die Umsetzung dieser Gesetze wird in den kommenden Monaten auch in Österreich erfolgen“, teilte illwerke-vkw- Vorstand Christof Germann bei der Pressekonferenz am Mittwoch mit. Werden die Einsparziele nicht erreicht, drohen Strafzahlungen.

Chancen nutzen

Die Verantwortlichen der illwerke vkw sehen die neuen Richtlinien auch als Chance und initiierten bereits im Frühjahr 2012 das erste Energieeffizienz-Netzwerk Österreichs.

Zwölf Vorarlberger Betriebe haben sich hierbei zusammengeschlossen. Im Kollektiv wollen sie voneinander lernen und Erfahrungen austauschen. Gemeinsames Ziel: Reduzierung des Energieverbrauchs, der CO2-Emissionen und der Energiekosten.

"Ressourcenknappheit und Klimawandel erfordern die Bereitschaft für Veränderungen. Innovative Unternehmen nutzen dies als Chance zur Steigerung der Energieeffizienz und verbessern die eigene Wettbewerbssituation", erklärt Wirtschaftskammerdirektor Helmut Steurer. Mithilfe des Energieeffizienz-Netzwerkes zeige sich, wie ein ökologisch verantwortungsvoller Umgang mit Energie von den Unternehmen selbst initiiert werden könne, sagte Steurer. Christof Germann berichtet: "Die Erfahrungen mit solchen Netzwerken in Deutschland und der Schweiz haben gezeigt, dass vernetzte Unternehmen deutlich mehr Lösungen entwickeln."

In vierteljährlichen Treffen arbeiten die Mitarbeiter der teilnehmenden Betriebe an gemeinsamen Lösungen, um den hohen Energieverbrauch einzudämmen. Nach einer intensiven Monitorings- und Analysephase wurden in Bregenz nun die verbindlichen Ziele für das Energieeffizienz-Netzwerk präsentiert.

Gemeinsam wollen die Unternehmer bis Ende 2014 insgesamt sechs Prozent Energie einsparen. Eine dementsprechende Absichtserklärung wurde von allen Netzwerkpartnern unterzeichnet.

Sparmaßnahmen

Wie viel und was genau sich in den einzelnen Firmen einsparen lässt, hängt von den Gegebenheiten in den jeweiligen Betrieben ab. Während bei dem einen Unternehmen eine Wärmerückgewinnung Einsparungserfolge verspricht, lässt sich in einem anderen die Beleuchtung in der Produktionshalle entscheidend verbessern. "Eine Reduzierung des Energieverbrauchs um sechs Prozent bedeutet, dass die Betriebe in den drei Projektjahren insgesamt zehn Gigawattstunden Energie einsparen wollen. Das entspricht dem Jahresverbrauch von ungefähr 2000 durchschnittlichen Vorarlberger Haushalten", erläutert Christof Germann.

Die Haberkorn Holding AG ist eines der Unternehmensmitglieder des EnergieeffizienzNetzwerks. Vorstand Gerald Fitz berichtet: "Bei Haberkorn haben wir bereits zuvor auf alternative Energiegewinnung mithilfe einer Photovoltaik-Anlage gesetzt. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, an dem wir neue Impulse brauchen. Das Netzwerk bietet uns eine spannende Möglichkeit für den Austausch mit Kollegen." Aufgrund des ausgesprochen positiven Verlaufs in Vorarlberg sind bereits weitere Energieeffizienz-Netzwerke in Oberösterreich und Tirol geplant.

 

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